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Naturfotografie im Teutoburger Wald

  1. Lage und Anreise
  2. Die Schlacht im Teutoburger Wald
  3. Das Furlbachtal
  4. Die Moosheide
  5. Das Silberbachtal
  6. Hünenburg Bielefeld
  7. Die Ausrüstung
  8. Fazit
  9. Download Teutoburger Wald

Lage und Anreise

Der Teutoburger Wald ist ein ca. 100 km langer Mittelgebirgszug dessen Ausdehnung im niedersächsischen Höstel (westlich von Osnabrück) beginnt und sich dann nach Nordrhein Westfalen über meine Heimatstadt Bielefeld bis hin in den Kreis Lippe nach Horn-Bad Meinberg zieht. In Horn-Bad Meinberg, dem südöstlichen Teil des Teutoburger Waldes, grenzt dann das Eggegebirge welches sich weiter südlich ausbreitet.

Anfahrt Teutoburger Wald
Zur besseren Orientierung habe ich links eine Übersichtskarte beigefügt (für mehr Details bitte links auf die Karte klicken). Möchte man eher den südlichen Teil des Teutoburgerwaldes besuchen, erreicht man den Wald am besten über die Autobahn A2. Der nördliche Teil des Teutos, wie der Teutoburger Wald auch umgangssprachlich genannt wird, erreicht man dagegen besser über die Autobahn A1. Da ich nur bestimmte Teile dieses recht großen Mittelgebirgzuges genauer kenne, beschränke ich mich hier in meinem Reisebericht auf einige wenige Waldabschnitte, die ich als besonders lohnenswert empfinde.
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Die Schlacht im Teutoburger Wald

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Viele werden wohl den Teutoburger Wald in einem Zusammenhang mit der Varus- bzw. Hermannsschlacht verbinden können. Hier irgendwo im Wald erlitten 9 n. Chr. drei römische Legionen eine vernichtende Niederlage gegen den Anführer Arminius ("Hermann") dem Cherusker und seinem germanischem Heer. Auch wenn der genaue Ort der Schlacht nur vermutet werden kann, so erinnert das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald bei Detmold an dieses geschichtsträchtige Ereignis. Mindestens genau so bekannt wie das Hermannsdenkmal sind die nah gelegenen Externsteine, bei denen es sich um eine imposante Felsformation aus Sandstein handelt, die sich vor Millionen von Jahren gebildet haben.
Insgesamt bietet der Teutoburger Wald aber noch viele andere abwechslungsreiche Abschnitte, die im wesentlich durch verschiedene Laub- und Nadelbäume geprägt sind. Auch wenn an die Besucher des Waldes keine besonderen Anforderungen gestellt werden, so liegt der Teuto in einem Mittelgebirgszug und damit sind hin und wieder auch mal Höhen zu überwinden, die ein wenig Anstrengung erfordern.
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Das Furlbachtal

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Bei dem Furlbachtal handelt es sich um ein Naturschutzgebiet welches zum größten Teil in der Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock liegt. Süd-östlich von diesem Waldgebiet liegt der Truppenübungsplatz-Senne, der von britischen Streitkräften genutzt wird. Süd-westlich grenzt der Safaripark Stukenbrock an das Furlbachtal. Man erreicht das Furlbachtal am schnellsten über die Autobahn A33 (Abfahrt 23, Stukenbrock-Senne) und fährt in nördliche Richtung um dann nach ca. 1.5 km rechts in die Straße "Am Furlbach" einzubiegen (siehe Anfahrt). Am Ende der Straße folgt eine scharfe Linkskurve auf den "Mittweg" und dann ist man am Wanderweg A3/A4 angekommen, der einem nach wenigen Metern direkt zum Bach führt. Leider gibt es direkt Vorort praktisch keine Parkmöglichkeiten, so dass es sich anbietet in der Nähe der Gaststätte "Am Furlbach" nach einer Parkmöglichkeit auszuschauen.
Der Furlbach, der sich ca. 14,6 km durch das Tal schlängelt, ist ein Nebenfluss der Ems, die wiederum ganz in der Nähe in der Senne entspringt. Wenn man das erste Mal auf den Bach trifft, wird man erstaunt sein wie klar das Wasser in dem niedrigen Bach ist. Dieser Eindruck wird noch verstärkt, wenn man auf den klaren Boden des Baches blickt, der aus einem sandigen Untergrund besteht. Der Sand der Senne ist die Folge von dem Abschmelzen eines Gletschers vor etwa 200.000 Jahren. Das Schmelzwasser brachte damals große Mengen von Sand mit, welches sich in der Senne ablagerte und wodurch ein sehr wertvolles Biotop für Flora und Fauna entstand. Aus fotografischer Sicht bietet das Furlbachtal sehr viele Möglichkeiten den Bach in Mitten eines Mischwaldes in Szene zu setzten. Dabei kann man an einigen Stellen sehr gut von oben ins Tal fotografieren und an anderen Stellen direkt am Bach seine Motive suchen. Die Fließgeschwindigkeit des Baches ist sehr gering, so dass das Furlbachtal immer eine schöne Ruhe ausstrahlt.
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Die Moosheide

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Bei der Moosheide handelt es sich um ein ca. 440 ha großes Naturschutzgebiet, welches sich über die Kreise Paderborn und Gütersloh erstreckt. Ich beschreibe hier einen kleinen Teil in Schloß-Holte Stukenbrock, der unmittelbar an das Furlbachtal grenzt. In diesem Gebiet befinden sich auch die Sickerquellen der Ems. Man erreicht die Moosheide über die A33 und verlässt die Autobahn über die Abfahrt 23 (Stukenbrock-Senne) in nördlicher Richtung. Nach ca. 200 m fährt man an dem Ausbildungsinstitut der Polizei den "Holzweg" entlang und biegt am Ende in den "Emser Kirchweg" ein. Nach ca. 500 m erreicht man dann einen Parkplatz, welcher direkt am Wanderweg zu den Emsquellen liegt (siehe Anfahrt).
Östlich der Moosheide befindet sich der Truppenübungsplatz, der nicht betreten werden darf. Die Moosheide besteht im Wesentlichen aus niedrigen Sanddünen, lichten Kiefernwäldern, Magerrasen und offenen Heideflächen. Das geschützte Biotop bietet vielen gefährdeten Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum. Aus fotografischer Sicht bieten sich Motive der Heidelandschaft, sowie auch Makroaufnahmen an. Im Vergleich zu dem Furlbachtal ist die Moosheide viel stärker von Publikumsverkehr frequentiert von daher bieten sich die frühen Morgenstunden besser zum Fotografieren an.
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Das Silberbachtal

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Für mich zählt das Silberbachtal zu einer der landschaftlich schönsten Teilen des Teutoburger Waldes. Das Silberbachtal liegt am östlichen Rand des Teutoburger Waldes, südlichen der Kleinstadt Horn-Bad Meinberg und grenzt an den Naturpark Eggegebirge. Man erreicht das Tal über die Bundesstraße B1, biegt südlich in die "Leopoldstaler Straße" ein, anschließend fährt man in die Straße "Neuer Teich" und folgt der Straße bis zum Ende (siehe Anfahrt). Am Ende der Straße trifft man auf einen kostenpflichtigen Parkplatz (Tagesgebühr: 2 ) und einem Gasthof mit Übernachtungsmöglichkeit. Wer sich die Parkgebühren sparen möchte, findet ein paar Hundertmeter vorher einen kostenlosen Parkplatz.
Der Silberbach, der sich durch das Tal schlängelt, entspringt im südlichen Veldrom und fließt dann ca. 11 km Richtung Norden, wo der Fluss in Horn-Bad Meinberg endet. Aus der Sicht des Naturfotografen finde ich den Abschnitt der beim Gasthof beginnt und sich dann ca. 1 km in Richtung Süden fortsetzt am interessantesten. Es ist ein relativ kleiner Abschnitt, aber man findet auf dieser Strecke sehr viele Motive die einen intensiv beschäftigen können. Der Bach ist geprägt von mehr oder weniger großen Felssteinen, die ein Vorgeschmack des angrenzenden Eggegebirges bieten und sich sehr gut zusammen mit dem Bach in Szene setzten lassen. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit und es ist interessant zu beobachten, wie im Lauf des Jahres das Silberbachtal seinen Charakter verändert. Vom Gasthof ausgehend führt ein ca. 3 km langer Wanderweg in Richtung Nordwest zu den Externsteinen, die ebenfalls eine Menge Fotomotive bieten.
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Die Hünenburg von Bielefeld

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Da der Teutoburger Wald auch mitten durch meine Heimatstadt Bielefeld verläuft, liegt es natürlich für mich nahe auch in Bielefeld den Wald fotografisch zu erkunden. Ein lohnenswerter Abschnitt ist der Weg zur Hünenburg. Die Hünenburg ist eine Burgruine in Bielefeld, die sich nordwestlich vom Stadtteil "Quelle" befindet. Von der Burgruine ist allerdings, bis auf ein paar Grundsteine, nicht mehr viel zu sehen. Dafür ist der 165 m hohe Fernmeldeturm, der sich neben der Hünenburg befindet, unübersehbar. Um auf die Hünenburg zu gelangen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der kürzeste Weg zur Burgruine ist die Route, die von einem Ausflugslokal an der Bergstraße beginnt (siehe Anfahrt). Ich persönlich finde den Weg ausgehend vom Tierpark Olderdissen allerdings reizvoller. Die Route führt über den Kammweg, von dem aus man links und rechts einen schönen Blick in eine kleine Schlucht hat.
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Ausrüstung

Für meine Waldbilder nutze ich in der Regel Objektive vom Weitwinkel bis zu mittleren Teleobjektiven. Ein Stativ sollte in keinem Fall fehlen, denn die Belichtungszeiten im Wald sin in der Regel sehr lang und das Stativ hilft auch bei der Bildgestaltung. Nützlich ist in jedem Fall auch ein Polfilter, der die Farben im Wald noch etwas betont und hilft störende Reflexe zu reduzieren. Da im Wald auch immer wieder Detailansichten für schöne Motive sorgen, sollte auch ein Makroobjektiv in den Fotorucksack gepackt werden.

Fazit

Ein Besuch im Wald ist zu jeder Jahreszeit lohnenswert, aber für mich ist die schönste Jahreszeit für Waldfotos eindeutiger der Herbst! Wenn man Glück hat, erlebt man im Herbst auch noch Nebel im Wald und das sorgt für ganz besonders stimmungsvolle Aufnahmen. Bei Sonnenschein ist es, auf Grund der hohen Kontraste, schwierig mit der Fotografie im Wald und es eignet sich dann nur die frühe Morgenstunde bzw. Abendstunde zur Fotografie. Ansonsten lohnt es sich auch besonders an Regentagen in den Wald zu gehen, da bei Regenwetter die Farben des Waldes sehr kräftig sind und die Kontraste auch nicht so hoch sind.
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Download Karten Teutoburger Wald

Hier können Sie Kartenmaterial vom der Teutoburger Wald herunterladen. Zum Ansehen und Ausdrucken benötigen Sie dafür einen PDF-Reader. Ich hoffe die Karten helfen Ihnen sich in der Gegend rund um den Teutoburger Wald ein wenig zu orientieren.

 Karte Teutoburger Wald

Stand: November 2012, (Verfasser: Olaf Jürgens)

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